Willkommen in der Nationalparkgemeinde Züsch
Das ZÜSCHt!

Freizeitmöglichkeiten

Hofgut Retzenhöhe mit Reithalle und -platz, Reiterhof Rosenhof und Hof Birkenau bieten vielfältige Reitveranstaltungen und Seminare. In unmittelbarer Nähe ist die Primstalsperre mit 12 km Rundwanderweg, 5,9 km langem Planetenwanderweg und Industriedenkmal „Züscher Hammer“, gut ausgebaute Wanderwege, Heimathütte am Gericht, Wassertretbecken.


  • Frei- und Hallenbad Hermeskeil
  • Gästeführungen, geführte Wanderungen, Buchungs- und Kontaktdaten
  • Fahrradverleih
  • Züscher Hammer

    Geschichtliche Entwicklung

    Kurz nachdem sich Dom- und Königsbach zum Altbach vereinigen, war schon Anfang des 17. Jahrhunderts auf der Gemarkung Züsch ein Eisenwerk vorhanden.

    An diesem Standort entwickelte sich unter dem Unternehmer Hauzeur, geboren 1663 in Verviers (Belgien), gestorben 1745 auf Abenteuerhütte (Verbandsgemeinde Birkenfeld), das größte Eisenwerk des Hunsrück.

    Dieses Eisenhüttenwerk war, wie damals üblich, als Streuanlage konzipiert und errichtet worden. Die Gesamtanlage umfasste über den vorgenannten Bestand hinaus ein Pochwerk, eine Schmelze (Holzkohlehochofen) und eine Holzkohlenscheuer. Es handelte sich nach heutigen Maßstäben um ein integriertes vorindustrielles Eisenhüttenwerk.

    Zu dieser Blütezeit hatten zahlreiche Holzfäller, Kohlenbrenner, Erzgräber, Schmelzer und Hammerschmiede, die in Waldhütten und Baracken lebten, Brot und Arbeit. So entstanden auch zahlreiche Siedlungen wie beispielsweise Damflos, Abtei oder der Ortsteil Schmelz der Gemeinde Neuhütten.

    Nach 1834 soll der Hammer stillgelegt worden sein. Die Angaben zur Stillegung sind teilweise widersprüchlich und insofern möglicherweise historisch noch nicht abschließend geklärt. Unabhängig hiervon war damit der Verfall der Werksanlagen und der Arbeitslosigkeit der Beschäftigten vordeterminiert.

    Die Berufsbezeichnungen Holzhauer, Köhler, Erzgräber geben zugleich einen Hinweis auf örtlich vorgegebene Produktionsfaktoren. Zu diesen gehört selbstverständlich auch die Wasserkraft. Arbeit und Kapital siedelten sich damals da an, wo neben den Rohstoffen Eisenerz und Holz auch Energie in Form von Wasserkraft vorhanden war.

    So nimmt es nicht Wunder, dass das Mittelgebirge Hunsrück zu Beginn der Neuzeit sozusagen ein "vorindustrielles Ruhrgebiet" darstellt.

    Quelle: Informationstafel am Züscher Hammer